AWO fordert Strategiewechsel beim Umgang mit Radikalität

Erlensee 17.10.2023 "Es braucht eine völlig andere Strategie der Bekämpfung von Radikalismus", fordert der Vorsitzende der AWO (Arbeiterwohlfahrt) Main-Kinzig, Jörg Mair. Menschen, die die AFD wählen zu beschimpfen und alle in einen Topf zu werfen erreiche das Gegenteil. Wenn sich demokratische Parteien im Wahlkampf wechselseitig diskreditieren, aber gleichzeitig Demokratiefeste feiern, weil die Anderen noch schlimmer seien, gereicht das zur vollkommenen Realsatire und führt zu den folgerichtigen Wahlergebnissen.

Der Weg ist: Klare und realistische Ziele darstellen, die Menschen ernst nehmen und die radikalen Kräfte weitgehend ignorieren, denn deren Beschimpfung, selbst wenn inhaltlich richtig, stellt den Sauerstoff für die Brandherde der Radikalisierung dar.
Auch der religiöse Fanatismus schadet nachhaltig. Dass jetzt in Israel unschuldige Zivilisten, auch Frauen und Kinder, wie in der Ukraine bestialisch ermordet werden, ist nicht hinzunehmen. Es geht dabei um nichts anderes, als die Zukunft der folgenden Generationen.

Wir brauchen einen gesellschaftlichen Zusammenhalt und als Arbeiterwohlfahrt sind hier gefordert und wollen unseren Beitrag leisten, dass es zu gerechteren Verteilungen kommt und Menschen besser miteinander leben können. Dies völlig unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder politischen Ansichten.

"Wir rufen alle auf, mehr das Miteinander zu suchen. Wir haben nur ein Leben", so Jörg Mair, auch als Vorsitzender des Sozialausschusses des Main-Kinzig-Kreises, abschließend.